Das vergangene Jahr war musikalisch empfunden für mich seltsam ereignisloser als die Jahre davor, was möglicherweise daran liegt, dass es mit der Zeit schwieriger wird, neues und aufregendes zu entdecken; Trotzdem möchte ich an dieser Stelle gern einige Künstler, Alben und Stücke, die mein Jahr 2009 geprägt haben, Revue passieren lassen.
Über Umwege bin ich mit der Frage konfrontiert worden, ob das Fernbleiben bei einer Wahl eine gute Entscheidung sein kann. Die Behauptung, dass man mit einer Nichtwahl die extremen Parteien unterstütze, begegnet einem immer wieder. Heute jedoch bin ich auf folgende Aussage gestoßen:
Auch wenn immer gesagt wird, wer nicht wähle, wähle extrem – von der Nichtwahl profitieren alle Parteien proportional zu ihrem Stimmenanteil, also vor allem die großen Parteien CDU und SPD. Wenn beispielsweise ein SPD-Wähler einmal nicht wählt, dann profitiert davon am meisten die CDU.
Aha… Kann das denn sein? Um meine Verwirrung zu bekämpfen, habe ich ein einfaches Beispiel konstruiert. Bei einer Wahl mit zehn Wahlberechtigten werden folgende Stimmen abgegeben:
Partei
Stimmen
Prozente
CDU
4
40%
SPD
4
40%
FDP
1
10%
Grüne
1
10%
Wie verschiebt sich nun das Ergebnis, wenn ein potenzieller Wähler der SPD nicht wählen geht?
Partei
Stimmen
Prozente
CDU
4
44,4%
SPD
3
33,3%
FDP
1
11,1%
Grüne
1
11,1%
Es stimmt also: Die fehlende Stimme für die SPD ist allen anderen Parteien zugute gekommen, in diesem Beispiel aber ganz besonders der CDU, die ein vierfaches des Gewinns von FDP bzw. Grünen für sich verbuchen kann. Wer nicht wählen geht, unterstützt die großen Parteien.
Der Grund dafür liegt im deutschen Wahlrecht, nach dem sowohl eine Enthaltung als auch die Abgabe einer ungültigen Stimme keine direkte Auswirkung auf ein Wahlergebnis haben, da dieses basierend auf den abgegebenen gültigen Stimmen berechnet wird.
Entgegen dem üblicherweise durch diese Seiten wehenden OpenSource-Wind möchte ich mit diesem Beitrag die Aufmerksamkeit der interessierten Leser auf eine Software der Firma Microsoft lenken. Windows Live Writer ist ein nützlicher Editor für Weblog-Beiträge, der über die folgenden Funktionen verfügt:
WYSIWYG-Oberfläche: Beim Schreiben wird der Text so dargestellt, wie er auch später auf der Website erscheint.
Bequemes Einbetten von Bildern, Fotoalben, Videos und Landkarten.
Kompatibel mit Blogdiensten wie WordPress, Blogger, LiveJournal u.v.m.
Erweiterbar durch Plug-Ins, z.B. zum Zugriff auf Bilder bei Flickr oder Picasa.
Dazu kommen noch viele kleinere Merkmale, durch die das Verfassen von Texten komfortabler wird und einfach mehr Spaß macht!
Hinweis: Dieser Beitrag sollte ursprünglich ein Kommentar zu Importweltmeister sein. Aufgrund seines Umfangs sorgt er aber nun an dieser Stelle für meinungslastige Abwechslung.
StudiVZ ist zwar eine vorsätzliche Kopie (wenn nicht teilweise sogar Raubkopie) von Facebook, welche sich aber nur auf die Oberfläche beschränkt. Ich möchte fast sagen: Zum Glück, denn so kann man dabei zusehen, wie sich Spreu von Weizen trennt. Über die Jahre ist von verschiedenen Seiten viel Geld in StudiVZ investiert worden, welches bisher allerdings kaum in die Entwicklung von neuen (und schon gar nicht originellen) Features geflossen zu sein scheint.
Vom von der FAZ für 2008 prophezeiten “Duell des Jahres” (Facebook gegen StudiVZ) war nicht viel zu spüren: StudiVZ musste die “gesamte Softwarearchitektur” umschreiben, was vermuten lässt, dass es ursprünglich schlecht programmiert war. Vor über einem Jahr angekündigte “Schnittstellen für externe Entwickler” gibt es so weit ich weiß nach wie vor nicht. Und auch die Zahl der neuen Funktionen, die sich über die neue Architektur “viel schneller entwickeln” lassen sollten, beschränkt sich bisher nur auf den ein halbes Jahr nach Facebook Chat veröffentlichten Plauderkasten.
Beim größtenwahrscheinlich zweitgrößtenmöglicherweise größten sozialen Netzwerk der Welt (Facebook) hat man viele Möglichkeiten, sein “richtiges Leben online zu zeigen, faktische Informationen über sich selbst bereitzustellen und gesicherte Interaktion mit seinen Freunden zu betreiben“ (frei nach VentureBeat). Das funktioniert meinem Eindruck nach ziemlich gut, wenn auch anfangs ein wenig unübersichtlich.
Eines der dafür praktischen Hilfsmittel, vielleicht sogar das praktischste, ist jedoch unverständlicherweise gut versteckt: Das Importieren. Es ermöglicht das Verknüpfen von diversen Webdiensten, wie z.B. YouTube, Flickr oder einem Blog, mit dem eigenen Facebook-Profil. Dinge, die man in diesen Diensten tut, tauchen dann als Meldungen im eigenen Profil auf, so dass auch Facebook-Freunde darauf aufmerksam gemacht werden.
Gefunden werden kann das Importieren auf der eigenen Profilseite in einem Menü, das sich über einen Klick auf einen kleinen Pfeil nach unten öffnen lässt.
Ich hoffe, dass diese Funktion zukünftig bekannter und der bereits vorhandene rege Austausch bei Facebook so weiter gefördert wird!
Meine ganz persönlichen Charts des Jahres 2008 gibt es seit Samstag übrigens bei last.fm. Der Berliner Elektro-DJ Boys Noize hat dabei alle drei ersten Plätze (Bester Künstler, Bestes Album, Bestes Lied) eingenommen und sei hiermit auch an dieser Stelle erwähnt und ausdrücklich empfohlen!
Dank den Hinweisen zu meinem letzten Beitrag sind mir nun zwei Möglichkeiten bekannt, mit denen man sich eine “Echtzeit-Weltkarte” als Desktop-Hintergrund unter Windows einrichten kann. Der erste Weg benutzt den Active Desktop (danke an Lou für den Hinweis) von Windows XP und ist relativ einfach zu konfigurieren; der zweite Weg arbeitet mit wget, dem Taskplaner und dem Wallpaper Changer (danke an Graymalkin für den Hinweis) und arbeitet ein bisschen besser, dafür aber komplizierter und – bildhaft gesprochen – mit der Brechstange.
In diesem Beitrag möchte ich zunächst den ersten Weg beschreiben.
Durch die Veröffentlichung meines modifizierten Ubuntu-Desktops bei Flickr ist die Frage an mich herangetragen worden, ob solch ein Hintergrundbild, wie es dort benutzt wird, auch unter Windows möglich wäre: eine sich regelmäßig aktualisierende Weltkarte mit Wetter und Sonnenlicht in “Echtzeit”.
Nach einigen Recherchen und Experimenten bin ich kurz davor, eine Lösung gefunden zu haben; jedoch hapert es noch an einem kleinen, letzten Problem: Im Gegensatz zum GNOME-Desktop ignoriert Windows im laufenden Betrieb Änderungen am Desktop-Hintergrund. Will heißen: Das sichtbare Bild bleibt gleich, auch wenn sich die zugehörige Bilddatei ändert.
So kurz vor dem Ziel möchte ich das Projekt allerdings nicht aufgeben und hoffe auf die Hilfe meiner geneigten Leser! Kennt jemand eine möglichst einfache und schlanke Möglichkeit, Windows zum Auffrischen des Desktop-Hintergrundes zu bewegen? Für jegliche Anregungen und Hinweise bin ich dankbar.