Ein geheimes Treffen im Keller meines Gehirns

Das vergangene Jahr war musikalisch empfunden für mich seltsam ereignisloser als die Jahre davor, was möglicherweise daran liegt, dass es mit der Zeit schwieriger wird, neues und aufregendes zu entdecken; Trotzdem möchte ich an dieser Stelle gern einige Künstler, Alben und Stücke, die mein Jahr 2009 geprägt haben, Revue passieren lassen.

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Top of the Pops

Meine ganz persönlichen Charts des Jahres 2008 gibt es seit Samstag übrigens bei last.fm. Der Berliner Elektro-DJ Boys Noize hat dabei alle drei ersten Plätze (Bester Künstler, Bestes Album, Bestes Lied) eingenommen und sei hiermit auch an dieser Stelle erwähnt und ausdrücklich empfohlen!

Die Archäologie geliebter Musik

Screenshot: Last.fm Die Social Music-Software last.fm verfügte von Anfang an — also: seitdem ich denken kann — über eine Funktion, deren tieferer Sinn partout unerschlossen blieb: Während man hört, kann man mit einem Mausklick das aktuelle Lied "lieben", also einer Liste von Liedern hinzufügen, die eine ganz besondere Bedeutung haben oder die man einfach nur vortrefflich findet.

Die Daten verschwanden anschließend irgendwo in den Tiefen der riesigen Gewölbe von last.fm: Einen Nutzen konnte man nicht daraus ziehen. Etwas sehr nahe liegendes schafft jetzt jedoch favtape.com damit: Ein Mixtape! Und zwar eines, dass man sich sofort anhören kann.

Interessanter Nebeneffekt ist dabei, dass die im Mixtape enthaltenen Lieder zum Teil Remixe sind; so eröffnen sich einem auch als Schöpfer des Mixtapes neue Perspektiven.

Future is made of this

Die seit ungefähr der Mitte des vergangenen Jahrhunderts gängige Praxis, Singles und EPs mit auf dem Album nicht enthaltenen B-Seiten zu bestücken, hat bis heute Bestand. Dem damit verfolgten Zweck, Besitzer des Albums zum redundanten Erwerb zu verleiten, wirkt inzwischen glücklicherweise das Internet entgegen.

Darum: Here Comes the Moon Man von Amon Tobins Bloodstone-EP einfach einzeln kaufen. Für nur 99 Cent!