The Right Tool for the Right Job
Mittwoch, 18. Februar 2009Hinweis: Dieser Beitrag sollte ursprünglich ein Kommentar zu Importweltmeister sein. Aufgrund seines Umfangs sorgt er aber nun an dieser Stelle für meinungslastige Abwechslung.
StudiVZ ist zwar eine vorsätzliche Kopie (wenn nicht teilweise sogar Raubkopie) von Facebook, welche sich aber nur auf die Oberfläche beschränkt. Ich möchte fast sagen: Zum Glück, denn so kann man dabei zusehen, wie sich Spreu von Weizen trennt. Über die Jahre ist von verschiedenen Seiten viel Geld in StudiVZ investiert worden, welches bisher allerdings kaum in die Entwicklung von neuen (und schon gar nicht originellen) Features geflossen zu sein scheint.
Vom von der FAZ für 2008 prophezeiten “Duell des Jahres” (Facebook gegen StudiVZ) war nicht viel zu spüren: StudiVZ musste die “gesamte Softwarearchitektur” umschreiben, was vermuten lässt, dass es ursprünglich schlecht programmiert war. Vor über einem Jahr angekündigte “Schnittstellen für externe Entwickler” gibt es so weit ich weiß nach wie vor nicht. Und auch die Zahl der neuen Funktionen, die sich über die neue Architektur “viel schneller entwickeln” lassen sollten, beschränkt sich bisher nur auf den ein halbes Jahr nach Facebook Chat veröffentlichten Plauderkasten.
Vermutlich setzt StudiVZ eher auf die Gründung von Ablegern im europäischen Ausland sowie auf die Eröffnung von separaten Plattformen mit anderen Zielgruppen, aber identischer Funktion. (Welche dann zum Teil wiederum umständlich miteinander verknüpft werden müssen.) Für Sozialnetzwerker, die sich alltäglich auch online austauschen, bleibt somit Facebook das mit Abstand bessere Werkzeug.
